Richard Fuchs

Was geht einem derzeit durch den Kopf, wenn man sich als Künstler in einer Welt wiederfindet, welche sich im Strudel der Konfusion befindet?

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Beschreibung

Calabi-Yau-Raum

Was geht einem derzeit durch den Kopf, wenn man sich als Künstler in einer Welt wiederfindet, welche sich im Strudel der Konfusion befindet?

Kurz – viel zu viel und: gar nichts.

Viel zu viel, da man sich Sorgen macht.
Und Sorgen schüren weitere Ängste.

Ängste führen entweder zu Erfindungsreichtum. Oder zur Blockade und zum Stillstand.

Nun ist es aber so, dass Ungewissheit und Zufall seit jeher ein jedes Lebewesen begleite hat.

Sicher ist gar nichts. Sicherheit scheint reine Theorie. Und dort taucht ein scheinbarer Wiederspruch auf: Angst und Sorgen aber inspirieren dann und wann.

Nun – was ist das eigentlich – „Inspiration“.
Ist es nicht ein Wort, welches beschreibt, dass von außen kommende Einflüsse etwas in Verstand und Gefühl in Bewegung kommen lassen – unerwartete Einfälle oder gar Ideen in jedweder Form freisetzen?

Jedenfalls ist Inspiration ein eingehauchter Ausgangspunkt für künstlerische Kreativität.
Eigentlich ja – nur diesmal verhält es sich anders:

Eine bunt schillernde Willkür, welche seit März 2020 offensichtlich in unser aller Leben und in jeden erdenklichen Lebensbereich ein- und vorgedrungen ist, höhlt die Intuition aus. Auf allen Ebenen.

In Kombination mit dem gesellschaftlichen Umgang der Pandemie erreicht das Ganze eine neue, nie dagewesene Qualität an menschlicher Diffusion.

Diffusion ist laut Definition „der ohne äußere Einwirkung eintretende Ausgleich von Konzentrationsunterschieden in Flüssigkeiten oder Gasen als natürlich ablaufender physikalischer Prozess aufgrund der Brownschen Molekularbewegung.“

Zum diesem Vergleich:
Die Moleküle wären in diesem Fall die Menschen. Die Konzentrationsunterschiede sind die verschiedenen Sichtweisen, Prognosen, Empfehlungen, Einschätzungen und Theorien zum Umgang mit der aktuellen Situation.

Und da die gesamte Angelegenheit gefährlich ist, aber leider nicht annähernd greifbar (da in seiner Abstraktion gewaltig) kann man sie vielleicht ‚nur‘ malen.
So also entstanden im September 2020
auf 3 x 2 Meter im Atelier Castell:
Der Calabi-Yau-Raum von Richard Fuchs