Bildende Kunst

Der ARTBREITschwerpunkt liegt in diesem Jahr in dem Thema “Südtirol”. Warum? Das erfahren Sie im Vorwort! Die folgenden sechs Künstler widmen sich diesem Schwerpunktthema auf eine besondere Art und Weise und sind daher entsprechend gekennzeichnet.

Malerei
Arnold Gietl

ARTBREITschwerpunkt: Südtirol
Geboren 1950 in Gsies, Südtirol, lebt und arbeitet in Meransen, Südtirol.

In den KOPFBILDERN greift Arnold Gietl das Thema der Kriegsheimkehrer auf, die in den Medien und der Öffentlichkeit zu starken Helden stilisiert werden.

Bildhauer
Hubert Mussner

ARTBREITschwerpunkt: Südtirol
Indem er eigene Gedanken und Gefühle in seinen Entwürfen preisgibt, versucht er der Skulptur eine besondere Aussagekraft zu geben und findet so seine persönliche Ausdrucksform.

Bildhauer
Roland Perathoner

ARTBREITschwerpunkt: Südtirol
Afrika (Relief) – Maße: 140 cm x 90 cm – Holzart: Nuß-Erle

Skulpturen
Leo Ferdinando Demetz

ARTBREITschwerpunkt: Südtirol
Geboren im Jahre 1967 in Bozen, lebt und arbeitet in Wolkenstein. Nachdem er die Kunstschule und Berufschule in Wolkenstein besuchte, nahm er an mehreren Kollektivausstellungen im In- und Ausland teil durch die er verschiedene Aufträge an Privatkunden und Kirchen, unter anderem in Bari, Como und Rom, erhielte. In seinen Werken sucht er nach essenziellen Formen und Inhalten, in dem er seine Ideen und Interpretationslust voll ausschöpft.

Bildhauer
Jonas Senoner

ARTBREITschwerpunkt: Südtirol
Die Werke von Jonas Senoner werden aus dem Kontext gerissen und in eine einfache und bezaubernde Vorstellungswelt übertragen. Besonderes Augenmerk wird der sorgfältigen formellen Darstellung des menschlichen Körpers geschenkt. Der künstlerische Blick von Jonas Senoner reflektiert alltägliche Situationen. Mit zeitgenössischen, kompositorischen, künstlerischen Linien gelingt es ihm, die menschliche Seele zu rühren und innige Gefühle zu wecken.

Skulpturen, Malerei
Petra Bergerhoff

ARTBREITschwerpunkt: Südtirol
Geboren 1953 in Remscheid lebt und arbeitet bei Brixen, Südtirol und in Hamburg.

Das Thema Kindheit spielt im Werk der Künstlerin eine große Rolle. In der Werkgruppe > Wunschkinder < beschäftigt sie sich mit dem Thema der Genmanipulation. Der Wunsch nach der menschlichen Perfektion mündet in der absurden Vorstellung von Katalogkindern – alles kann vorbestimmt werden. In der Objektkunst werden diese Kinder aus künstlichen Blasen geboren, die Reagenzglas und Vagina verschmelzend ausdrückt.

Skulpturen, Objekte
Amir Omerovic & Rainer Weber

Kunstaustausch

„Im Sommer 2010 hatten wir die Idee, einen Wissenstransfer in Bezug auf unsere Kunstproduktion zu machen. Um unseren Horizont praktisch zu erweitern wollten wir uns gegenseitig eine Arbeit in einem uns jeweils fremden technischen Feld ermöglichen. Wir haben unser technischen Fachwissen dem Anderen für dessen Ideenrealisierung zur Verfügung gestellt, uns inhaltlich aber jeweils nur für unsere eigene Arbeit engagiert. Bei diesen Feldern handelt es sich um Bronzeguß (Kompetenz Amir Omerovic) und Mechanik/Kinetik (Kompetenz Rainer Weber).
Im Herbst 2010 realisierten wir die beiden Arbeiten, ich half Amir beim Bau seiner Mechanik zur Skulptur „Balkankarussell“ und ich half Rainer beim abgießen seiner Skulptur „Blähung 11“ in Bronze.

Für ARTBREIT werden wir uns nun auch inhaltlich in die Arbeit des Anderen einmischen. Wir werden dies in Form von Skizzen bzw. Zeichnungen tun. Hierbei kann es sich um inhaltliche/formale Weiterentwickelungen oder einfach um künstlerische Kommentare handeln.“

Skulpturen
Annegret Maria Kon

Annegret Maria Kon hat die Gestalt des Menschen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt und damit ein Thema, das die Betrachter zu allen Zeiten fasziniert hat. Ihre farbig gefassten Figuren und Halbreliefs gehören zu einer Art Bestandsaufnahme über den Menschen heute. Eine Mutter mit Kind, ein Teenager, ein dunkelhäutiger Mann, Hände in den Jeans, eine lässig mit verschränkten Armen stehende Frau im blauen Kleid – wir kennen solche Zeitgenossen, kennen sie als Typen, in ihrer Körperhaltung und ihren Gesten, wir ahnen ihre Eigenheiten. Physiognomie, Kleidung, Frisur und Accessoirs sind herausgearbeitet, die Bemalung mit keramischer Farbe betont das Individuelle. Sie irritieren gleichzeitig aber auch durch Distanz, weil ihre leichte Unterlebensgröße sie perspektivisch entrückt erscheinen lässt Die Künstlerin arbeitet seit 2008 als freischaffende Bildhauerin in Bremen. Annegret Kon ist als Meisterschülerin von Bernd Altenstein. Studienaufenthalte in Cape Town, Südafrika und Seattle, USA.

Martin Raimann – Raumgestaltung und Skulptur

Martin Raimann, dessen künstlerischer Ausdruck hauptsächlich in gebrochenem Gneis und Eisenguss Form findet, zeigt Arbeiten, in denen sich die archaische und reduzierte Art seiner Werke mit kraftvoller Spontaneität verbindet. Der Einblick in sein Schaffen macht die Spannung zwischen ephemerem, wandelbarem Materialspiel und dem abgeschlossenen Arbeitsprozess an der Skulptur sicht- und erlebbar.

Martin Raimann wurde 1961 in Zürich (CH) geboren und ist ausgebildeter Plastiker und Bildhauer. Als freischaffender Künstler lebt und arbeitet er in Basel (CH).

 

Malerei
Antje Harks

„Meine Malerei macht eine innere Wirklichkeit sichtbar, aus der ich mit Freude schöpfen kann. Geschichteter Farbauftrag durchleuchtender Töne stehen kräftig neben transparenten Bereichen. Fließende Flächen kontrastieren abgegrenzte Formen und Linien, die die unterschiedlichen Facetten und Pole miteinander spielerisch kommunizieren lassen. Im Fluss des Malprozesses entstehen meine Bilder ähnlich der Entwicklung eines Kindes von unten nach oben bzw. von innen nach außen. Es ist eine große Bereicherung, wenn ich durch meine Bilder mit anderen Menschen in Verbindung komme.“

Malerei
Antje Seemann

Antje Seemann studierte an den Kunsthochschulen in Stuttgart und Braunschweig Malerei und beschloss 1995 ihr Studium als Meisterschülerin von Roland Dörfler. Die heute in Aachen lebende Künstlerin wurde mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet.
Die farbig übermalten Landschaftsfotografien der Künstlerin ziehen den Betrachter in Gefilde aus Traum und Vertrautheit hinein. Scheinbar versperren Farbschichtungen den Weg in die Tiefe. Doch in der Ferne schimmern Bäume und Ackerfurchen wie alte Bekannte.
In den Linolschnitten dagegen liegt die Landschaft unverhüllt da. Gestochen scharfe Strukturen vermitteln eine surreale Klarheit, die es so nicht gibt. Mit ihren Inszenierungen der Natur stellt Antje Seemann grundlegende Gewissheiten in Frage.

Malerei
Ars Bosnae

Der Künstlerverein ARS BOSNAE mit bildenden Künstlern aus Bosnien-Herzegowina war Schwerpunktthema 2010. Den renommierten Künstlern hat es bei ARTBREIT so gut gefallen, dass Sie sich in diesem Jahr wieder hier treffen. Sie haben die gleiche Ferienwohnung in Segnitz bezogen und genießen die Festival-Stimmung.
Der Bildhauer Amir Omerovic hat gerufen und sie kamen. Amir stellt zusammen mit Rainer Weber in der Schustergasse aus. Milan Mihajlovic hat die großformatigen Bilder in der Kirche St. Nikolai geschaffen.

Anica Glavas, Malerei

Jelena Balzan, Malerei

Jasko Trnjanin, Malerei

Mirsad Herenda, Skulpturen

Tilija Sevelj-Kamprad, Malerei

Zoran Glavas, Fotografie

Skulpturen
Bärbel Diekmann

Bärbel Dieckmann, 1961 geboren, studierte in Bielefeld Visuelle Kommunikation und Bildhauerei, unterrichtete an der Meisterschule Kaiserslautern und lebt heute als freischaffende Künstlerin in Berlin. Sie ist eine expressionistisch-realistische Bildhauerin. Der Minotaurus ist ein größeres Thema in Bärbel Dieckmanns Oeuvre. Werke im öffentlichen Besitz befinden sich in Berlin, Bad Schwalbach, Blomberg, Darmstadt, Giessen, Wismar, Manama (Bahrain).

Zeichnungen
Benno Zöllner

Benno Zöllner lebt und arbeitet in Berlin und Bittkau. Bei ARTBREIT zeichnet er live Porträts, und wie!

1974-77 Lehre Kernkraftwerk Rheinsberg
1978-79 NVA, Grundwehrdienst
1980-82 Studium der Nachrichtentechnik
1985-90 Studium der Malerei/Grafik an der Kunsthochschule Berlin
1990-92 Meisterschüler Grafik an der Kunstakademie Prag
2000-01 Arbeit am Theater Stendal
seit 1992 im Wechsel zwischen Anstellung an der Psychiatrischen Klinik Charité Berlin und freiem Arbeiten

Skulpturen
Bernhard Apfel

Er war die Entdeckung bei ARTBREIT 2008. Ein Jahr später stellte Bernhard Apfel in der Marktbreiter Galerie ton art aus. Er kennt sich hier aus und deshalb hat er sich auch diesen speziellen Galeriestandort ausgesucht. Tief verwurzelt im oberbayerischen Kunsthandwerk führt er eine jahrhundertalte Bildhauertradition fort, die ihren Höhepunkt im spätgotischen Flügelaltar fand. Bernhard Apfel ist ein Bilderfinder und darin liegt die innovative Kraft. Scheinbar respektlos zerstückelt Apfel das tradierte Formenvokabular der Kunstgeschichte, um es vollkommen neu zu arrangieren. Er greift bewusst auf den gotischen Schnitzaltar zurück, weil ihn die Dramatik fasziniert, die in den biblischen Erzählungen liegt. Wie ein Kostüm legen sich feine, verwaschene und verlaufende Lasuren um die Körper und geben mehr frei als dass sie bedecken. Materialfremde Einsprengsel wie Räderwerke oder Märklin Baukastenteile fungieren als Vanitas-Symbole und unterstreichen die surrealistische Bildauffassung des Künstlers.

Skulpturen
Brigitte Klussmeier

„Schwerpunkt meiner Arbeiten sind “meine dicken Mädels” mit ihren üppigen Figuren, die ich bevorzugt aus schwarzem Ton modelliere. Mit diesen “dicken Mädels”, die einerseits sehr robust, andererseits aber trotzdem grazil wirken, möchte ich meine Freude am Leben und die Liebe zur Sinnlichkeit ausdrücken. Auch wenn meine Figuren äußerlich von der Norm abweichen und bewusst überzeichnet von mir dargestellt werden, vermitteln sie doch einen Eindruck von schön sein, glücklich sein, mit Freude leicht leben.“

Schmuck
Cazano

Angeregt und inspiriert durch die geheimnisvollen Geschichten und mystischen Sagen, die sich um die Entdeckung des Kaffees und seinem Weg vom Orient zum Okzident ranken, sowie die Einmaligkeit und Formschönheit der Kaffeebohne begeisterten den Schmuckdesigner Carlo Zanoni. Neugierig auf das „Material Kaffeebohne“ geworden, entwirft er heute ausgefallene, wunderschöne und exklusive Schmuckstücke aus Kaffeebohnen unter dem Label cazano schmuckobjekte.

Skulpturen
Daniel Eggli

“…die dichtgedrängt auf Rolltreppen und Flughafen stehen…
Man weiß nicht woher sie kommen und sie gehen, aber sie alle folgen einem unbekannten Plan…“ Daniel Eggli`s Werke sind ausschließlich mit der Motorsäge gestaltet, sind figurativ, farbig und humorvoll, sie erzählen von gesellschaftlichen Schichten und menschlichen
Verhaltensstrukturen, die uns alle betreffen betroffen machen, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben.

Es ist uns eine große Freude den Schweizer Bildhauer Daniel Eggli für ARTBREIT gewonnen zu haben. Daniel Eggli studierte 2001 an Zürcher Hochschule der Künste und bekam für seine Arbeit den Förderpreis.

Skulpturen
Dietrich Heller

1965 in Gießen geboren in Marktbreit aufgewachsen. Nach dem abgeschlossenen Maschinenbaustudium folgte eine Ausbildung zum Holzbildhauer in Berchtesgaden, Studium Freie Kunst / Plastik an der Hochschule für Künste in Bremen. 2005 Meisterschüler bei Prof. Bernd Altenstein. Dietrich Heller kommt gerne zu ARTBREIT, diesmal mit seiner Skulptur „Flora&Fauna“. Wir zeigen die Arbeit in unmittelbarer Nähe zu der vom Veranstalter 2006 angekauften Skulptur „Großer Kopf“.

„Ich nutze die Möglichkeiten, die mir die Bildhauerei selbst bietet: die des Materials, die der Wahrnehmung von Raum, Körper und Bild sowie des Themas.“

Malerei
D’oro-thea Göbel

„Farbe im Blut“ – Sinnlichkeit, Stärke und Herzblut.

Offenbare Gegensätze zeichnen die Arbeiten von D‘oro-thea Göbel aus. Zartes Gefühl und brennende Leidenschaft vereinen sich in den kraftvollen, kreativen und energiegeladenen Bildern. In den Arbeiten spiegeln sich tiefe Emotionen. Die opulente malerische Farbenpracht zeigt die vitale Lebensfreude der Künstlerin. Markante Zeichnungen und grazile Linien sind charakteristische Merkmale ihrer Bilder. Die Kompositionen von D’oro-thea Göbel entwickeln sich durch die Verbindung verschiedener Materialien und Farbschichten und gewinnen an Spannung. Auf Acrylbasis formen sich figürliche Darstellungen und pulsierende Farbklänge. Ihre Acryl- und Mischarbeiten auf Leinwand umfassen Größen von bis zu 2 x 3 Metern. Kleinere Papier- und Holzarbeiten sind für ihre Schaffensphasen gleichwohl wichtig.

Skulpturen
Ebba Kaynak

“Dem Holz nähere ich mich mit Lust. Ich habe manchmal das Gefühl, dass so wie das frische Holz vor mir liegt, ich darin in der Tiefe eine weiterführende Form sehe, in die ich dann mit dem Sägeschwert hineingleite. Das ist fast wie ein Streichelprozess. Die Späne entweichen dieser angestrebten Form über die scharfe Kette mit Sanftheit.
Was dabei entsteht, ist eine ganz faszinierend organische Form. Es ist wie ein Geheimnis, wenn ich dabei auf Holzpartien stoße, die ich von außen, wenn die Borke zu ist, nicht gesehen habe und das Holz seine Schönheit aus der Tiefe des Baumes heraus entfaltet.”

Ebba Kaynak studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. 1986 erhielt sie den Akademiepreis. Sie ist freischaffende Künstlerin, mit zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und Frankreich.

Malerei und Skulpturen
Erhard Löblein

Geboren 1932 in Marktbreit. Lebte viele Jahre in Erkrath und wurde in der Region Unterfranken durch mehrere Ausstellungen bei ARTBREIT als Künstler bekannt. Arbeitet als freier bildender Künstler – Maler und Bildhauer – in Zell am Main (seit 2010) und schreibt Lyrik und Prosa. Ausbildung zum Grafik-Designer, ArtDirector und CreativDirector
in Werbeagenturen. Einzel- und Gruppenausstellungen u.a. in Bonn, Düsseldorf, Erkrath, Herne, Hilden, Kempten/Allg., Köln, Leichlingen, Meerbusch, Mettmann, Ratingen, Remscheid, Regensburg, Solingen, Tauberbischofsheim, Würzburg. Lesungen mit Klavier-Improvisationen in Erkrath, Karlsruhe, Marktbreit, Mettmann, Regensburg, Würzburg.

“Das Thema meiner Arbeiten ist der Mensch und die selten unbeschwerten Abbilder seines Inneren. So zeigt er sich arglos, untätig, desillusioniert. Wirkt zwiespältig, ausgegrenzt, abweisend oder aggressiv. Die ihm zugeteilten Grenzen scheinen zu eng gezogen, als falle es schwer, das ganze Abbild offenzulegen.”

Malerei
Evelin Neukirchen

Seit 1990 Unterricht bei verschiedenen Malern und Seminare in der Kunstakademie Bad Reichenhall.

„Die Bilder der Künstlerin entstehen nicht nach der Natur, sie leben von der Anschauung zur eigenen Wirklichkeit und zeigen Dinge, die andere erst gar nicht wahrnehmen. Mit unverstelltem Blick auf das Wesentliche setzt die Künstlerin klare Akzente auf naturgegebene Formen, steigert mit viel Emotionalität den Ausdruck, lässt Raum für Weite und Sehnsüchte, ohne dabei die Spontaneität aus den Augen zu verlieren.“ – Ingrid Jureit

Skulpturen
Frank Etienne

1962 in Würzburg geboren. Lebt und arbeitet heute in Tiefenstockheim. Seit 2008 freischaffender Künstler mit den Arbeitsschwerpunkten Malerei, Skulptur, Installation, Kunst im öffentlichen Raum.

Skulpturen, Malerei
Fred Piel

Spezieller Standort, spezieller Künstler. In seinem richtigen Leben ist Fred Piel Kirchenmaler. Der Zwang zu höchster Detailpräzision und der ständige Umgang mit Engeln und Heiligen bei der Restaurierung von alten Kunstwerken führten ihn, als Ausgleich, zu seinen eigenen künstlerischen Arbeiten. „Manches von mir ist recht provokativ, aber dafür auf jeden Fall ein guter Kontrast zu dem, was die meisten unter Kunst verstehen.“

Aus dem „üblichen Rahmen“ fällt Fred Piehl mit seinen skurrilen Maschinenskulpturen und Installationen. Den Einfluss von „Dada“ und Surrealismus erkennt man bei seinen Ölgemälden, Zeichnungen und Collagen. Manches wirkt auf den ersten Blick düster, ist aber in Wirklichkeit Ausdruck seines schwarzen Humors. Fred Piehl schafft es, dass trockene Knochen pinkeln oder ein toter Vogel wieder fliegt.

Malerei
Georg Buhl

Georg Buhl wuchs in Mainbernheim auf und lebt und arbeitet heute in Kassel. Seine einzigartigen und fantasiereichen Bilder zeigen uns eine andere Reflexion der Welt. Es sind die großen Themen Religion und Philosophie, aber bisweilen auch Tagespolitik, die den Künstler umtreiben. Die Gedankenwelt Buhls erschließt sich dem Betrachter trotz des figürlichen Stils nicht sofort. Andeutungen, Gleichnisse, versteckte Details sind die Markenzeichen der Bilder. Der Betrachter wird zum Mitdenken aufgefordert.

Holzbildhauerei
Gruppe Eigenart

Unter dem Namen „Gruppe Eigenart“ nehmen seit 2004 Schüler und Absolventen der Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim/Rhön an ARTBREIT teil. Bedingt durch die dreijährige Ausbildung wechselt die Besetzung der Gruppe stetig. Auch dieses Jahr werden wieder Einblicke in das bildhauerische Arbeiten mit Holz geboten. Die ausgestellten Werke entstanden im Unterricht und außerhalb.

Malerei
Helmut Nennmann

Studium in Weihenstephan, Dipl. Ing. Garten und Landschaftsarchitektur. Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München. Kunstlehrer am Steigerwald Landschulheim in Wiesentheid. Jetzt Freischaffender Künstler, wohnhaft in Wiesentheid – Feuerbach .“ Ich zeige Malerei als Fortsetzung des Reisens nach den Fahrplänen der Kunst. Haltestellen sind Farbräume. Landschaftliches und Gegenstandsfragmente werden auf der Leinwand mit Ölfarbe geformt. Fundus ist die Unvollständigkeit der Erinnerung und die Entscheidung zur Gestaltung.“

Skulpturen
Henning Hennenkemper

Die Herausforderung, vor die der Betrachter bei Henning Hennenkempers Objekten gestellt wird, verlangt außergewöhnlich konzentrierte Gedankenspiele mit Zeit, Raum und Bewegung. Bei ARTBREIT stellt der Berliner Künstler die Skulptur „Es geht um die Wurst“ aus.

Holzschnitte
Hermann Oberhofer

1942 geboren in Rieshofen, Altmühltal, Obb.
1963 Abitur
1963-1966 Studium der Pädagogik und Kunsterziehung in Eichstätt.
seit 1970 Mitglied der VKU.
seit 1971 Mitglied des BBK Unterfranken.
seit 1990 Lehrauftrag für Techniken des Hochdrucks an der Universität Würzburg.
seit 2006 freischaffend

Zahlreiche Gruppen und Einzelausstellungen im In- und Ausland. Zahlreiche Arbeiten im privaten und öffentlichen Besitz. Schaffensschwerpunkt nahezu ausschließlich Techniken des Hockdrucks, vor allem Holzschnitt.

Malerei
Ingrid Büchold

Ingrid Büchold stammt aus Kitzingen und ist als freischaffende Künstlerin tätig. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich zur Zeit mit experimentellen Phantasie- und Vexierbildern. Dabei hat sie ihren ganz eigenen Stil und eine besondere Anmutung der Bilder geschaffen. Musikalische Klänge und Geräusche der Umgebung erwecken in ihr Visionen von Farben und Formen. Gezeigt werden hauptsächlich Arbeiten in Acryl auf Leinwand.

Malerei
Jan Peter Kranig

Jan Peter Kranig schuf das Bild auf dem diesjährigen ARTBREITplakat.

Eigentlich wollte er immer Maler werden, doch die Vernunft ließ ihn den Beruf des Grafikdesigners ergreifen. Er besuchte er die Fachhochschule für Gestaltung in Mannheim und schloss als Diplom Grafikdesigner (FH) ab. Der Beruf ließ nur geringen Spielraum für die Kunst. Erst seit einigen Jahren tritt er wiederverstärkt als Maler hervor. 1984 hat er die Künstlergruppe Spess Art mitbegründet. 2004 wurde aus der Serie seiner Lilienbilder eine Arbeit bei der Großen Münchner Kunstausstellung gezeigt.

AWO Johanna-Kirchner-Haus – Kunst im Freien

Das Johanna-Kirchner-Haus ist eine Übergangseinrichtung für psychisch beeinträchtigte Menschen. In der Kreativwerkstatt werden Bewohner von Mitarbeitern mit einer fundierten künstlerischen und handwerklichen Ausbildung unterstützt. Es entstehen Objekte aus Materialien wie Holz, Ton und Pappmaché für Drinnen und Draußen, sowie Darstellungen mit Acryl auf Leinwand.

ARTBREIT unterstützt durch diese Zusammenarbeit die Integration der Menschen aus dem Johanna-Kirchner-Haus in die Gesellschaft.

Malerei
Julec Mann

Er wirkt wie ein junger Wilder, der seinen Gedanken und Gefühlen in teilweise wildem Farbenrausch auf der Leinwand eine Form verleiht. Doch was wie zufällig, in dicken Pinselstrichen aufgetragen oder in ausladenden geschwungenen Linien und Spiralen unbeschwert auf das Leinen hingestrichen zu sein scheint, hat Methode. Julec Mann will Energien visuell spürbar machen! Seine Werke sind Kommunikation und gemalte Vision gleichzeitig. Julec Mann, Jahrgang 1980 ist freischaffender Künstler, lebt und arbeitet in Marktbreit am Main.

Skulpturen, Malerei
Loran Hughes-Sachs

Das Material der Skulpturen ist Naturstein unterschiedlicher Provenienz mit spezifischen Eigenschaften (Härtegrad, Struktur, Farbe). „Dabei arbeite ich den im Stein verborgenen Charakter heraus und forme ihn in ausdrucksstarke Gesichter, Köpfe und Figuren.“ Die Oberflächen sind in Abhängigkeit von der Aussageabsicht im rohen behauenen Zustand, mit sichtbaren Bearbeitungsspuren oder fein poliert.

Die Gemälde sind überwiegend abstrakter Art und mit Acrylfarben meist auf Leinwand erstellt. „Hierbei setze ich verschiedene Techniken ein: Flacher Farbauftrag ähnlich Aquarelltechnik, reliefartig mit hohem Farbeinsatz, wie es auch bei der Ölmalerei angewendet wird, Verwendung von verschiedenen Werkzeugen wie Pinsel, Spachtel sowie Sprühdose und teilweise Einbeziehung verschiedener Materialien.“

Installationen
Magnus P. Kuhn

Das große Abkratzen
Wenn es um die letzten Momente in Leben geht, geht der Blick nicht mehr nach vorne. Er geht nach hinten, in den Rückspiegel der menschlichen Existenz, dorthin, wo beim Auto normalerweise das Fenster der Heckklappe sitzt. Da kann alles weggewischt werden. Doch was bleibt wenn dieser Blick verstellt ist?

Es ist Geschrei, es ist viel Lärm um nichts.
Es ist das Geräusch des letzten Augenblicks.
Es ist: Das große Abkratzen.

Skulpturen
Manfred Reinhart

Manfred Reinhart hat nach seiner Ausbildung zum Steinbildhauer in Florenz und in Carrara an der ”Accademia di Belle Arti di Carrara”, bei Prof. Pier Giorgio Balocchi studiert.

Zentrales Thema der Skulpturen von Manfred Reinhart ist die menschliche Figur. Nur selten gibt der Künstler sie allerdings in ihrer körperbaulichen Gesamtheit wieder, meist wird sie fragmentarisch oder als Ausschnitt dargestellt, als Torso, als Gesicht, gebunden in die monolithische Blockhaftigkeit des Ursprungsmaterials oder sich, gewissermaßen als Akt der Befreiung, herausschälend aus der Materialhaftigkeit des verwendeten Werkstoffs.

Stets geht es bei diesen Darstellungen um Mutationen bzw. um Transformationen – um Prozesse des Werdens und Vergehens mithin, um einen Akt der Verlebendigung des toten Werkstoffs zu quasi organischen Wesen, denen eine Seele innewohnt.

Skulpturen
Marcus Wittmers

Geboren in den 30-er Jahren ist Supermann ein echtes Kind der Weltwirtschaftskrise. Das Idol verkörpert die Sehnsucht nach Einheit und Stärke, nach einem glücklichen Ausgang. Held wird man nur, wenn jemand da ist, der sich retten lassen will. Männer sollen Helden sein. Männer wollen Helden sein.

Er macht es uns vor: Supermann!

Jetzt gibt Supermann sein Geheimnis preis: Auch er hat schlechte Tage. Der Fliegende mit den stahlharten Muskeln unterm Trikot stürzt gelegentlich mit wehendem Umhang auf die Erde. Auch Helden haben schlechte Tage.

Der Künstler Marcus Wittmers lebt und arbeitet in Berlin.

Malerei
Martina Riedner

Geb. 1959 in Dettelbach, Landschaftsarchitektin
Seit 2002 künstlerische Tätigkeiten, Ausstellungen
Seit 2007 Mitglied Künstlergilde Freilassing mit regelmäßigen Ausstellungen in Freilassing, Bad Reichenhall, Salzburg, Berchtesgaden, Laufen Buchillustrationen
2008 Euregiopreisausstellung
2010 Open Art Festival Salzburg
2011 “Frei(ge)lassen” Kunstausstellung Lokwelt Freilassing

Malerei
Milan Mihajlovic

1953 geboren in Foca, Bosnien u. Herzegovin
1973-1975 erster Aufenthalt in München
1976-1979 Studium in Belgrad
1979 Rückkehr nach München

Milan Mihajlovic lebt und arbeitet in München.

“…Milan Mihajlovic bannt Augenblicke, Stimmungen und Empfindungen auf Leinwand- abstrakt, expressiv und bisweilen taktil erfassbar. In seinen großformatigen Werken verdichten sich verschiedene Farb- und Materialschichten zu ästhetisch ausgefeilten Palimpsesten. Mihajlovic erzählt in seinen Bildern von der Schönheit des Alltäglichen ebenso wie von der Absurdität menschlicher Zerstörungswut…” – Johanna Vocht.

Leopold-Sonnemann-Realschule, Höchberg - Mitmachaktion

Druck & Linie
Alltagsgegenstände, die ungeahnte Spuren hinterlassen werden zum Ausgangspunkt lebendiger Linien.

Seife & Skulptur
Aus Kernseifen können Sie kleine Skulpturen mit geeigneten Werkzeugen zu einer Skulpturenallee entstehen lassen.

Malerei
Sabine Fleckenstein

„Ein letzter Rest Gluck- Seligkeit“ … geflügelte Worte und romantische Szenen zu Ehren einer aussterbenden Gesellschaft, von der Künstlerin Sabine Fleckenstein auf die Leinwand gebracht…

„…größere Formate, verschiedene Untergründe, eine Vielzahl von Materialien, die oft erst in einem andauernden Prozess des Schaffens, Schicht für Schicht aufgetragen werden, faszinieren mich. Es ist die ständige Auseinandersetzung, wegkratzen – weggehen – wiederkommen – übermalen – abwarten – in einen Dialog treten – dabei Emotionen umsetzen und dann schließlich das Bild in Harmonie zu Ende bringen, die mich antreibt. Der Drang zum Experimentieren ist unaufhaltsam.“

Malerei
Susanne Krumm

Jahrgang 1977,  lebt und arbeitet in Marktbreit. 2003 – 2007 freies Studium der Anthroposophischen Kunsttherapie bei Jens Drescher in Ulm. Seit 2007 freischaffende Künstlerin und Kunsttherapeutin. Künstlerische Auseinandersetzung der sieben Planetenprozesse. Worte, die diese Prozesse beeinflussen sind Schönheit, Arbeit, Kommunikation, Macht, Freiheit, Schicksal und Liebe.

Die Verbindung von Gegensätzlichem, dessen Klang wahrzunehmen, dies auf die Leinwand  zu übertragen, sowie in diesem Geschehen die weibliche und männliche Willenskraft zu  spüren. Dies drückt sie in farbintensiven Bildern aus, ausgearbeitet auf unterschiedlichen Metall -und Farbpigmenten, Kreiden und Edelsteinverreibungen.

Skulpturen
Svenja Glemser

„Alle meine Holzskulpturen entstehen aus einem Stück, meist Obstholz mit feiner Oberfläche. Einige werden komplett getrennt, anderen bleiben irgendwo verbunden.
Mich interessiert die Spannung, wenn Körper aufeinander treffen, die Zwischenräume. Manche sind getrennt und doch verbunden. Manche haben Berührungspunkte, oder nehmen die Linie, den Schwung vom anderen auf. Meine Werke sind eine Einladung sich einzulassen auf das Gefühl der Nähe und der Distanz, sich zu bewegen und die Skulptur in all ihrer Dreidimensionalität zu erfassen.“

Skulpturen
Thomas Otto

Berlin, Berlin, Köpfe aus Berlin.

1969 geboren in Potsdam
1990-1993 Ausbildung zum Werkzeugmacher
1990-1999 Schlagzeuger in mehreren Bands
1993-1996 Abitur
1996-1998 Ausbildung Gestaltung & Zeichnen bei Berliner Künstlerin Inge H. Schmidt
1999-2007 Studium an der HKD Halle Burg Giebichenstein, Prof. Irmtraud Ohme und Prof. Andrea Zaumseil (FB Metall), Diplomabschluss
2008 Stipendium der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt
Realisierung der Edelstahlplastik „Knotenpunkt“ bei der Firma AZO, für den Rathausplatz in Rosenberg
2009 Reise nach Mexiko mit Dr. Omar Miranda-Novales

Thomas Otto lebt und arbeitet in Berlin.

Skulpturen
Uli Gsell

Uli Gsell studierte in Stuttgart Bildhauerei bei K.-H. Seemann, Robert Schad, Micha Ullman.

“Stein besitzt für mich von allen Bildhauermaterialien die größte Präsenz und Wirklichkeit. Er ist nicht virtuell sondern sehr real. Gerade der “gefundene” Stein, sei es ein Gletscherkiesel oder ein Bruchstück aus dem Steinbruch bringt von Anfang an sehr viel Eigenleben, Geschichte, Energie und Formen mit, die mich inspirieren und auf die ich kontrastierend reagieren kann. Dabei möchte ich nichts schönen, sondern den Eingriff ganz bewusst zeigen. Brüche, Ecken und Kanten besitzen ihre eigene Sinnlichkeit.  Auch im kleinen Format strebe ich eine bestimmte Monumentalität an.”

“Die Geschichte, die jeder Stein mitbringt, ist eine Metapher für menschliche Geschichte. Das Innere des Steines zu erforschen, heißt seine Geschichte zeigen.”

Arte Noah
Ulrich Riedel

Es ist Tradition. Die „Arte Noah“, das Galerieschiff des Kunstvereins Würzburg kämpft sich wieder den Main hoch, nach Marktbreit. An Bord, Arbeiten des Künstlers Ulrich Riedel

Tiefen und Höhen definieren den Raum – ­ mit hoch und tief lässt sich die Oberflächenbeschaffenheit eines Areals beschreiben. In eben diese räumlichen, also auch skulpturalen Kategorien übersetzt Ulrich Riedel seine Erkundungen kultureller, soziologischer, sprachlicher und architektonischer Gebiete. So gelingt in seinen Arbeiten ein expliziter Brückenschlag zwischen Struktur und Bedeutung, zwischen Form und Inhalt. Der Raum des ehemaligen Frachtschiffes, das im Alten Hafen hinter dem Kulturspeicher vor Anker liegt, wird so zu einem Gesamtkunstwerk mit Hintersinn. Riedels Skulpturen spielen mit Deutung und Raum, stellen seine Betrachter vor intellektuelle Rätsel.

Ulrich Riedel, 1979 geboren in Berlin. 2001–2002 Studium der Philosophie und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, 2002–2011 Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin, Meisterschüler bei Florian Slotawa und Tony Cragg. Lebt und arbeitet in Berlin.

Die Ausstellung auf der ARTE NOAH geht von 06.05.–13.06.2012.

Malerei
Uschi Faltenbacher

Freischaffende Künstlerin, geb. in Ochsenfurt, Werkkunstschule in Würzburg, Arbeit im Modellbau und als grafische Zeichnerin, Studium an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg für freie Malerei und Grafik.

Farben und Linien spontan aufgetragen sind meist der Beginn. Dann gehen das Thema und ich gemeinsam spazieren. Das Bekannte für eine Zeit vergessen und eintauchen in Neuland. Führen und geführt werden. Durch Veränderung wird Wesentliches und Charakteristisches sichtbarer. Jedes Bild erfordert die Offenheit es völlig neu – unabhängig von Bisherigem zu beginnen.

Skulpturen
Woitek Hoeft

„Der Schwimmer“ heiß die plastische Installation des in Berlin lebenden und arbeitenden Polnischen Künstlers Wojtek Hoeft .

Eine überlebensgroße Figur, die in einer Strasse über den Menschen schwimmt, scheint wie von der Luft getragen, sich entlang der Strasse zu bewegen.

Der Schwimmer taucht in unsere Welt ein. Er ist entschlossen die Grenze zwischen den beiden Realitäten zu durchbrechen, er geht das Wagnis ein, eine Ihm unbekannte Realität zu erforschen und seine zu verlassen. Die Neugierde ist sein Antrieb. Und der Betrachter entdeckt sich selbst auf der anderen Seite, der imaginären Grenze und erfährt ihre Durchlässigkeit.